Am Herd mit Mama und Papa

Südtiroler Rezepte für die ganze Familie

Die ganze Welt – auch Südtirol – erlebt gerade turbulente Zeiten. Jeder von uns ist angehalten, einen Gang runterzuschalten, lieb gewonnene Gewohnheiten zu verändern, mehr Zeit allein oder im Kreise der Familie zu verbringen. Bars und Restaurants sind geschlossen, Unterhaltung im Freien nicht möglich: Warum also nicht das Beste aus der Situation machen und mit den Kindern etwas Leckeres auf den Tisch zaubern? Es steht außer Frage, dass dieses gemeinsame Koch- und Genusserlebnis die Gemeinschaft stärkt und einen gesunden Zugang zum Essen fördert. Im gewöhnlichen, stressigen Alltag mit 2 berufstätigen Elternteilen fehlt dafür nur allzu oft die Zeit. Dabei sind es gerade gemeinsame Momente wie diese, die das Leben lebenswerter machen.

Verwandeln wir also die Not in eine Tugend und besinnen wir uns an frühereFamilientraditionen zurück, an gemeinsame, handwerkliche Tätigkeiten, die in der Smartphone-Ära vermehrt in den Hintergrund gerückt sind. Gemeinsam zu kochen heißt, den Kleinen Schritt für Schritt die Zubereitung verschiedenster Köstlichkeiten sowie die verwendeten Zutaten zu erklären. Damit werden die kindliche Neugier und der Tatendrang geweckt - die Küche verwandelt sich in einen Spiel- und Erlebnispark in den eigenen 4 Wänden.

Klar, wer selbst kocht, der hat mehr Aufwand und braucht dafür Zeit. Aber davon haben wir in diesen Tagen mehr als genügend und eines ist sicher – die Mühen sind es in jedem Fall wert.

Hier sind einige italienische und traditionelle Südtiroler Rezepte, die Jung und Alt gleichermaßen begeistern:

 

Laugenbrötchen, Heidis heimliche Lieblinge

Laugenbrötchen - Südtiroler Rezepte

Zutaten

  • 300g Manitoba-Mehl
  • 200g Mehl Typ 1
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 5g Honig
  • 200 ml Wasser
  • 150 ml Milch
  • 10 g Salz
  • 30 g Butter

Für die Lauge

  • 2 Liter Wasser
  • 4 EL Natronlauge
  • 1 TL Salz

Zubereitung: Das Mehl in eine Schüssel geben, dann Hefe und Honig beimischen und alles gut vermengen. Danach mit Wasser und Milch zu einem Teig kneten. Anschließend Salz dazugeben und weiter bearbeiten bis eine homogene Masse entsteht. Nun die Butter in kleinen Stücken dazugeben und immer weiter kneten bis der Teig sich zu einer Kugel formen lässt. Danach zugedeckt einen halben Tag lang im Kühlschrank ruhen lassen. Jetzt nehmen wir den Teig aus dem Kühlschrank und teilen ihn nach Belieben in kleine Kugeln, bevor wir ihn weitere 20 Minuten ruhen lassen. Die Kugeln werden dann mit einem Nudelholz ausgerollt, um sie in eine Laibform zu bringen. Nun müssen die Brötchen weitere 2 Stunden auf dem Backblech ruhen. In der Zwischenzeit bereiten wir die Lauge vor, die zum Kochen gebracht werden muss. Die Brötchen werden anschließend je 20 Sekunden in die Lauge getaucht. Im Anschluss schneiden wir die Brötchen mit einem scharfen Messer zwei Mal ein, bestreuen sie mit grobem Salz und backen sie im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen 20 Minuten lang.

 

Spinatspätzle

Zutaten für die Spätzle

  • 250 g Blattspinat
  • 3 kleine Eier
  • Muskatnuss
  • 250 g Mehl
  • 100 ml Wasser
  • Salz

Für die Soße

  • 100 g Speck
  • 30 gr Butter
  • Feines Salz
  • Olivenöl
  • 250 g frische Sahne
  • Schwarzer Pfeffer (nach Belieben)
  • Schnittlauch

Zubereitung: Den Spinat kochen und passieren. Mehl, Eier, Wasser, Spinat und Salz zu einem Teig verrühren. Mit etwas Muskatnuss würzen. Danach aus dem Teig Spätzle formen. Für die Soße Schnittlauch klein hacken, den Speck in dünne Streifen schneiden und in einer Pfanne Öl und Butter erhitzen. Den Speck in der Pfanne anschwitzen, dann Sahne und Schnittlauch dazugeben sowie mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Soße etwas einreduzieren lassen. Nun ist es Zeit, die Spätzle für wenige Minuten in heißem Wasser zu kochen. Schließlich die Spätzle mit der Soße vermischen!

 

Pizza

Pizzateig kneten - Südtiroler Rezepte

Zutaten

  • 10 g Trockenhefe, “damit alles wachsen kann”
  • 500 g Weizenmehl Typ 00, “so weiß wie Schnee”
  • 25 g grobes Salz, “für den Geschmack des Meeres”
  • 2 EL Olivenöl, “der Nektar der Römer”
  • 300 ml lauwarmes Wasser, “die Essenz des Lebens”
  • 1 lt. Tomatensoße, “hausgemacht und aufbewahrt”
  • 150 gr. Mozzarella, “der Käse der Renaissance”
  • Basilikumblätter, “die königliche Pflanze”
  • Oregano, “das Gewürz von Aristoteles”

Zubereitung: Auf einem Tisch einen Berg Mehl erschaffen. In der Mitte des Berges einen Krater graben und mit Wasser auffüllen. In den Teich die Hefe hineingeben und leicht vermengen. Nun alles per Hand kneten bis man eine Teigkugel erhält. Die Kugel anschließend etwas flach drücken. Lassen Sie sich nun helfen, denn jemand sollte möglichst behutsam das Olivenöl auf die Oberfläche des Teiges gießen. Dabei unbedingt darauf achten, dass das Öl nicht von den Rändern tropft. Nachdem sich das Öl mit dem Teig vereint hat, das Salz dazugeben. Lassen sie das Salz sanft über den Teig “regnen” und arbeiten Sie es vorsichtig ein. Lassen Sie den Teig nun für einige Stunden (min. 2) zugedeckt in Klarsichtfolie ruhen. Danach den Teig auf ein Backblech geben und die Tomatensoße und den Mozzarella-Käse darauf verteilen, dann 25 Minuten lang alles bei mindestens 250 ° C backen. Fertig ist die Pizza – vor dem Servieren noch Basilikum und Oregano darauf streuen und genießen!

Ich liebe Kino und Literatur, arbeite für verschiedene Print-Medien und erstelle TV-Berichte für lokale Fernsehsender. In meiner Freizeit reise ich sehr gerne – sowohl mit den Gedanken als auch mit meinem Schlafsack!

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