Auf einen Aperitivo in Meran

Auf einen Aperitivo in Meran

Wo Südtiroler Lebensgefühl auf italienische "Dolce Vita" trifft

Meran kann einiges: Es kann schön, erholsam, aufregend und romantisch sein. Ganz entscheidend dafür ist die Aperitivo-Kultur der Passerstadt. Während die untergehende Sonne dafür sorgt, dass die Lauben in ein wunderschönes Orange getaucht werden, sammeln sich die Menschen in den Cafés und Bars der Stadt, um mit ihren Freunden den Tag bei einem „Hugo” oder „Veneziano” ausklingen zu lassen. Die beiden Getränke haben sich zu Kultdrinks entwickelt und sind tief in der Aperitivo-Kultur Merans verwurzelt.

Der „Veneziano” ist auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. So ist er im deutschsprachigen Raum vor allem unter dem Namen „Aperol Spritz” ein Begriff. Der „Hugo” hingegen erfährt seit Jahren eine Renaissance. Manche meinen, dass das Getränk in Südtirol erfunden wurde und mit seinem erfrischenden Holunder-Geschmack die Seele Südtirols einfängt.

Der Geist des früh abendlichen Getränkes lässt sich am Besten im Zentrum von Meran zelebrieren. Wer vom Theaterplatz über die Freiheitsstraße zum Sandplatz wandelt, trifft auf einige wunderbare, kleine Lokalitäten. Da gibt es zum Beispiel das Café Kunsthaus. Das Café liegt ein wenig versteckt in einer Gasse beim Sparkassenplatz, im Zentrum Merans und ist Teil des Hauses für zeitgenössische Kunst „Kunst Meran – Merano Arte”.

Unweit vom Kunsthaus-Café liegen die Meraner Lauben. In den oberen Lauben findet sich eine kleine, aber feine Cocktail- und Weinbar, die in den letzten Jahren zum absoluten Geheimtipp avancierte. Stefan Pföstl, der Herr des Hauses, hat mit seinem Café Forum in nur wenigen Jahren Lokal aufgebaut, in dem sich das Meraner Lebensgefühl und die italienische Dolce Vita vereinen. Eine Karte mit qualitativ hochwertigen Weinen und Cocktails zeugt genau so davon, wie die Musikabende zu denen Stefan regionale Bands in seine Bar einlädt.

Die Aperitivo-Kultur in Meran besitzt einen Charme, wie es ihn nur selten auf der Welt gibt. Vielleicht trifft man sich ja mal auf einen „Aperitivo“ in der Stadt?

Thomas liebt es interessante Menschen zu porträtieren, Südtirols unbekannte Geschichten zu erzählen und Omas Apfelstrudel zu verspachteln, nachdem er wieder einmal eine längere Zeit für sein Studium in Wien war.

Urlaubsplaner