Die schönsten Dörfer Italiens - in Südtirol!

Orte mit herausragendem künstlerischen, historischen, kulturellen und gastronomischen Erbe

Vor mehr als 20 Jahren gründete der Nationale Verband der italienischen Gemeinden mit der Vereinigung "I Borghi più belli d'Italia” einen exklusiven Club, in den nur die schönsten Kleinstädte und Dörfer Italiens aufgenommen werden. Dafür qualifizieren können sich Orte, die über herausragendes künstlerisches, historisches, kulturelles und gastronomisches Erbe verfügen. Die schönsten darunter werden mit dem Label ausgezeichnet. Heute bewahren 330 Dörfer den Charme des verborgenen Italiens, fünf davon befinden sich in Südtirol: Kastelruth, Neumarkt, Glurns, Klausen und Sterzing. Schauen wir sie uns nacheinander an – und entdecken Sie dabei, warum Sie schon bald nach Südtirol kommen sollten!
 

Kastelruth

In unmittelbarer Nähe zur weltberühmten Seiser Alm, eingebettet in den Naturpark Schlern und im Schatten des UNESCO-Welterbes Dolomiten, liegt Kastelruth, das ideale Ziel für Sommerwanderer und Wintersportler. Aber das Dorf hat weit mehr zu bieten als nur die Geschenke von Mutter Natur. An vielen Ecken trifft man auf die Zeichen einer reichen lokalen Geschichte und einer einzigartigen Kombination aus Jugendstil und Barock. Der Maler Eduard Burgauner hat zahlreiche Fassaden im historischen Ortskern in ein Freiluftkunstwerk verwandelt: von der Villa Felseck bis zum Thurn-Edenberg-Haus, vom ehemaligen Hotel Zum Wolf bis zur Rauchhütte und dem Mendelhaus. Besuchen Sie das Dorf Anfang Oktober, wenn beim Almabtrieb Hunderte von Kühen blumengeschmückt den Herbst auf der Seiser Alm einläuten. Oder im Frühsommer, wenn der farbenprächtige Oswald von Wolkenstein Ritt stattfindet. 36 Ritterteams treten in mittelalterlichen Turnieren gegeneinander an.

 
 

Klausen

Etwa dreißig Kilometer nördlich von Bozen pulsiert die historische Zollstadt am Ufer des Eisacks, überragt von einem hohen Felsen, auf dem das Kloster Säben thront. Die mittlerweile aufgelassene Benedikterinnenabtei ist eines der ältesten christlichen Bauwerke der Alpen und ehemals Bischofssitz von Tirol. Der Ort gefiel schon Albrecht Dürer: Im Herbst 1494 stieg der berühmte Renaissancemaler die Hänge des Tschanberg am linken Eisackufer hinauf und ließ sich dort zu seinem Stich "Das große Glück" inspirieren. Ein schöner Weg führt heute in nur wenigen Minuten zum Dürerstein.

 
 

Neumarkt

Neumarkt, der Hauptort des Südtiroler Unterlands, liegt inmitten von Apfelplantagen und Weinbergen an der Weinstraße und ist ein ruhiges Dorf am Fuße des Naturparks Trudner Horn. Von den Lauben aus, die von gepflegten Gebäuden und schmucken, geschichtsträchtigen Palästen überragt werden, lässt sich die geschichtliche Bedeutung der Marktgemeinde an der Brennerachse erahnen. Heute ziehen die Bauwerke im venezianischen Stil und die Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihren herrlichen Fresken aus dem 15. Jahrhundert die Aufmerksamkeit der Liebhaber von Architektur und sakraler Kunst auf sich. Wer auf der Suche nach einem unberührten Fleckchen Erde ist, sollte das Biotop Castelfeder mit seiner einzigartigen Vegetation und atemberaubenden Natur besuchen.  

Glurns

Das märchenhaft gelegene, typische Alpendorf im Oberen Vinschgau ist ein Juwel spätmittelalterlicher Architektur. An der Kreuzung zwischen Österreich, der Schweiz und Italien gelegen, war Glurns bereits vor tausend Jahren der Sitz von Kaufleuten, die hier ihre internationalen Geschäfte abwickelten. Das mittelalterliche Flair hat sich die 900-Einwohner-Gemeinde, die zu den kleinsten Städten weltweit gehört, bewahrt: Glurns besitzt neben einem mittelalterlichen Stadtkern die einzige erhaltene geschlossene Wehranlage der Alpen, vollständig erhaltene Ringmauern und drei malerische Tortürme. Das Herz des Dorfes bilden der Marktplatz, das Schloss Glurns, das Haus Gebhard und das stattliche Frölich-Haus mit seinen Fresken und der malerischen Sonnenuhr. Die spätgotische Pfarrkirche St. Pankratius weist ein Fresko des Jüngsten Gerichts aus dem späten 15. Jahrhundert auf. Buchen Sie eine geführte Nachtführung durch die Stadt, eine Wanderung in luftige Höhen oder gehen Sie Tennisspielen, Angeln oder Wildtiere beobachten. Auch ein Ausflug zum Reschensee ist ein Muss: Dort erhebt sich der Kirchturm des versunkenen Dorfes Graun aus dem Wasser.

 
 

Sterzing

Nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, im märchenhaften Oberen Eisacktal, wird das gemütliche Zentrum von Sterzing durch den Stadtturm in Alt- und Neustadt geteilt. Die mittelalterlichen Fassaden an der Hauptstraße sind mit malerischen Schildern, Zinnen und eleganten Erkern geschmückt. Sterzing ist von Bergen, Wäldern und Gletschern umgeben. Man kann wandern, angeln, raften, reiten, klettern oder einfach nur Pilze suchen. Versäumen Sie auch nicht, der Bergbauwelt Ridnaun Schneeberg und der wildromantischen Gilfenklamm in Ratschings einen Besuch abzustatten.

 
 

Foto: © Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld, IDM Südtirol-Alto Adige / Helmuth Rier, IDM Südtirol-Alto Adige / Alex Filz, Ratschings-Tourismus / Manuel Kottersteger, IDM Südtirol-Alto Adige / Angelika Schwarz, Seiser Alm Marketing / Werner Dejori, Seiser Alm Marketing / Armin Mayr
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Die Journalistin aus der Lombardei hat nach einem „nomadischen“ Leben und 18 Umzügen nun in Bozen Wurzeln geschlagen und wohnt bereits seit vier Jahren in der Hauptstadt Südtirols. Sie liebt es ungewöhnliche Orte zu entdecken, fernab von Touristen, und diese zu fotografieren. Im Alltag fühlt sie sich im Museum, Theater oder Kino am wohlsten. Sie kann Vintage-Schmuck nicht widerstehen und schon gar nicht den einzigartigen Gourmet-Erfahrungen, die Südtirol zu bieten hat!

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