Romantisches Mondscheinrodeln inmitten unberührter Natur

Romantisches Mondscheinrodeln inmitten unberührter Natur

Man muss kein Wintersport-Fanatiker sein, um eine Rodelpartie im Mondschein zu genießen.

Ich bin eigentlich kein Fan der nassen, kalten, grauen, ungemütlichen Jahreszeit. Man könnte mich, glaube ich, am ehesten als „Sommerkind“ bezeichnen. Ich muss aber zugeben, dass selbst der Winter seine Vorzüge hat. Schließlich hat die kalte Jahreszeit in Südtirol etwas unweigerlich Romantisches an sich. Wann sonst, wenn nicht im Winter, bietet es sich an, mit seiner Liebsten nachts durch die verschneiten, malerischen Wälder zu rodeln? Es gibt wenig, das eine ähnliche Magie besitzt, wie eine nächtliche Rodeltour in der Alpenregion.

Das Ridnauntal bietet sich hierfür besonders gut an.

Das ungefähr 18 Kilometer lange Ridnauntal erschließt sich vor den Toren der Stadt Sterzing. Wer mit dem Auto ins Tal fährt, sollte sich an die Straßenbeschilderung in Richtung Ratschings/Jaufenpass“ halten. Nach einer halben Stunde im Auto kommt man schließlich zum Parkplatz des Bergbaumuseums, wo man sein Vehikel bequem abstellen kann. Wer ein Auge auf seinem ökonomischen Fußabdruck hat, kann mit der Buslinie SAD 312 vom Bahnhof Sterzing ins Tal fahren. Die Busse fahren, abgesehen von Sonn- und Feiertagen, stündlich ins Tal.

Der Anfang des Wanderweges befindet sich unweit des genannten Bergbaumuseums parallel zur Rodelbahn. Nach rund 45 Minuten auf dem mit Schnee bedeckten Wanderweg, der für erfahrene Wanderer genauso geeignet ist wie für Amateure, kommt man bei einer Alm an. Neben der wunderschönen Winterlandschaft gilt es, das umwerfende Panorama zu genießen, bevor man in die Hütte einkehrt.

Um die Zeit zwischen Tag und Nacht zu überbrücken, bietet es sich an, eine Portion Speckknödel oder einen Kaiserschmarrn zu bestellen.

Nachdem es langsam Nacht geworden ist und das Mondlicht seine Silhouette in den Schnee zeichnet, geht es schließlich mit der Rodel talabwärts. Die frische Nachtluft und der aufgewirbelte Schnee hinterlassen eine leichte Frostschicht auf dem Gesicht. Ab und zu schallt ein lautes „Wuhu!“ durch den winterlichen Lärchenwald, bis man schließlich, leider viel zu schnell, wieder im Tal ankommt. Hier wäre natürlich eine warme Thermoskanne mit Tee zu empfehlen.

Ein schlauer Mann meinte einmal, dass sich das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde befinde. Nicht nur, möchte ich behaupten.

 

Thomas liebt es interessante Menschen zu porträtieren, Südtirols unbekannte Geschichten zu erzählen und Omas Apfelstrudel zu verspachteln, nachdem er wieder einmal eine längere Zeit für sein Studium in Wien war.

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