Vinschgau weckt Wanderlust

Vinschgau weckt Wanderlust

Unterwegs in den Bergen

Wir sind zwei wanderbegeisterte Ost-Thüringer aus dem kleinen Ort Lichtenau bei Neustadt an der Orla.

Im Frühjahr 2002 bekamen wir von unseren Verwandten aus Baden-Württemberg einen Tipp für ein Wandergebiet in Südtirol/ Vinschgau. Sie verbrachten schon etliche Jahre ihren Urlaub in einer Ferienwohnung in Latsch.
Also – Unterlagen der Region anfordern. Per Post! Internet war damals noch Fehlanzeige… Die Prospekte verwiesen auf die Ferienregion LatschMorterGoldrain.

„Aus dem Bauch heraus“ entschieden wir uns für den Ort Goldrain. Klang irgendwie angenehm…

Bei der Quartier-Auswahl konzentrierten wir uns u. a. auf den „Brötchen-Service“. Schnell waren geeignete Unterkünfte gefunden.

Die Pension Residence Obstgarten präsentierte sich mit einem ansprechenden Äußeren, die Preise waren o.k. für uns, auf die schriftliche Anfrage bekamen wir umgehend die Zusage zur Buchung einer Ferienwohnung in den Sommerferien, da unser Sohn ebenfalls noch mit von der Partie war.

 

Uns erwartete ein freundlicher Empfang vom damaligen Chef Gottfried Gluderer sowie eine super Ferienwohnung im hinteren Teil des Hauses. Hell, sehr sauber, äußerst geräumig und für eine Woche Selbstverpflegung perfekt ausgestattet, in ruhiger Lage, mit Parkplatz vorm Haus und ausreichend Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe.

Schnell „verliebten“ wir uns in die Pension und in die wunderbare Landschaft in diesem Teil des Vinschgaus.

Blick auf die Vermoispitze

Nach über 15 Jahren Urlaub in Goldrain können wir mit gutem Gewissen einen längeren aktiven Erholungsaufenthalt in dieser Region wärmstens empfehlen, haben wir doch unzählige Wege bewandert, viele Gipfel bestiegen, tolle Aussichten genießen können.

Reschensee

Als unser Lieblingstal hat sich das Martell-Tal herauskristallisiert, am jeweils ersten Tag unserer Ferien werden Touren in diesem Tal gewählt, sozusagen – ein Begrüßungsritual. Erst einmal verweilen und von oben runterschauen – auf den Zufritt-Stausee, auf die Ruine des Hotel Paradiso ,auf die faszinierende Bergwelt…

Diese unauslöschbaren Erinnerungen an viele Wanderkilometer und die nette Art der Bewohner der Pension Obstgarten mit ihren Stammgästen – in den ersten Jahren war es vor allem die Oma des Hauses zu der es uns immer wieder hinzog – tragen bis heute dazu bei, dass wir Goldrain als unsere 2. Heimat ansehen.

Wir konnten auch engen Kontakt zu Einheimischen in Latsch knüpfen, die wir als Hüttenwirte auf der Alm kennengelernt haben. Sie bewirtschaften zwar „ihre“ Tarscher Alm schon lang nicht mehr, einmal im Jahr besuchen wir sie aber an ihrem Wohnort und werden in ihrem Haus mit Südtiroler Köstlichkeiten bewirtet.

Von Goldrain aus startet man ganz bequem Erkundungen in die umliegenden Täler, in Städte, wie Bozen, Meran, Glurns – mit der Vinschgerbahn ziemlich schnell und angenehm zu erreichen.
Bergbahnen und Sessellifte sind ausreichend vorhanden, um auch in die höheren Bergregionen vordringen zu können. Empfehlenswert sind hier die Wanderungen in Sulden und im Schnalstal. Die Schnalstaler Gletscherbahnen bringen Gäste bis auf 3.200 m Höhe in die Ötztaler Alpen hinauf.

In Sulden kann man sagen – Willkommen am „König Ortler“ – mit seinen 3905 m.ü.d.M. der höchste Berg Südtirols und dem für uns schönsten Felsmassiv der italienischen Alpen – der Königspitze.

Sulden ist der ideale Ausgangspunkt für Hütten-Wanderungen (Payer-, Tabaretta-, Hintergrat,- Düsseldorfer-, Schaubachhütte – um nur einige zu nennen) mit mehr oder weniger hohen Ansprüchen hinsichtlich Ausdauer, Trittsicherheit, usw.

Tabaretta Hütte

Belohnt wird man auf jeden Fall mit Südtiroler Gaumenfreuden – u.a. dem Kaiserschmarren oder den Knödeln aller Art – und die Aussicht…die gibt es gratis dazu.

Auch kulturell hat die Region um Goldrain viel Abwechslung zu bieten. Das gleichnamige Schloss ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Eine Wanderung entlang der alten Waalwege sollte ebenfalls zu den Aktivitäten im Südtirol-Urlaub gehören.

Stunden kann man in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran verbringen. Im Botanischen Garten lässt es sich wunderbar entspannt in den verschiedenen Themenbereichen herumspazieren. Die Ausstellungen im Museum sind gut durchdacht und äußerst interessant präsentiert.

Eine Fahrt mit Bus oder Auto auf der Stilfser Jochstraße sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Man kann aber auch hoch und runter wandern…

Die geselligen Abende mit Gottfrieds Grillspezialitäten , die gemeinsamen Wanderungen mit Juniorchef Markus, die herzliche Art von Katrin und Inge sowie des Reinigungspersonals sind die Eckpfeiler unserer „großen Liebe“ zur Region rund um Goldrain und zu deren Bewohnern.

Wir „wechseln ab und zu“ die Jahreszeiten, und schon erscheint Altbekanntes in einem neuen Licht. Die Apfelblüte im April, das Alpenglühen im Juni, die Apfelernte und der „Indian-Summer“ im September/ Oktober, der Schnee im Herbst – all diese wunderbaren Erlebnisse während unserer Touren tragen wir tief in unseren Herzen.

Beim Schreiben regt sich in uns bereits wieder die Wanderlust im Ortler-Nationalpark…und unser Quartier heißt „Pension Residence Obstgarten“, – ein Besuch bei Freunden.

Wir, das sind Annette und Ludwig Rabe, wohnen in einem kleinen Dorf in Thüringen. Seit über 15 Jahren verbringen mein Mann und ich mindestens eine Woche Wanderurlaub in Südtirol und buchen immer „unser" kleines Mini-Appartement in der Pension Obstgarten in Goldrain. Das hat Tradition, hier können - zu jeder Jahreszeit (außer Winter) - die traumhafte Umgebung, das Wandern, die Erholung, die Gastlichkeit der Menschen zu einem gelungenen Urlaub vereinen. Selbst auf der Durchreise von anderen Reisezielen in Italien machen wir einen kurzen Stopp bei Familie Gluderer und verlieren somit nie den mittlerweile engen Kontakt zu unseren Vermietern. Der Vinschgau hält dabei auch nach so vielen Jahren immer noch unzählige verborgene Reize und Altbekanntes im neuen Licht für uns bereit.

Urlaubsplaner